30.06.2020 HEIDENHEIM

Vom guten Ausgang der langen Suche

Rettungsaktion Der vermisste 43-jährige Mann wurde am Sonntagabend von einem Suchhund im Wald gefunden. Hunderte von Einsatzkräften waren ehrenamtlich unterwegs. Von Silja Kummer

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ier Tage lang wurde ein 43-jähriger Heidenheimer gesucht, der in einem psychischen Ausnahmezustand durch die Wälder rund um Heidenheim irrte. Die Polizei, ein Hubschrauber und Hunderte von freiwilligen Helfern waren seit Donnerstagabend im Einsatz, Rettungshundestaffeln aus ganz Süddeutschland kamen zu Hilfe. Gesucht wurde hauptsächlich rund um das Osterholz, also im Osten der Stadt. Am Sonntag gegen 18 Uhr kam der entscheidende Hinweis: Ein Zeuge hatte den verwirrten Mann am westlichen Stadtrand im Wald gesehen. Die Rettungskräfte verlegten sofort ihr Lagezentrum vom Parkplatz des Werkgymnasiums auf den Parkplatz eines Möbelhauses an der Steinheimer Straße. Da der Mann im Wald ein Kleidungsstück abgelegt hatte, forderte man bei den Malteser Rettungshunden in Schwäbisch Gmünd einen sogenannten Mantrailer an. Dieser Hund kann eine bestimmte Geruchsspur aufnehmen und verfolgen. Und tatsächlich: Hündin Dakota gelang es gegen 22 Uhr, den vermissten Mann zu finden. Dieser war dehydriert und unterkühlt, aber am Leben, und wurde sofort ins Klinikum gebracht.